Britannic 2BT

Vierspezies-Sprossenradmaschine mit Rückübertragung

ca. 1950

Frank Edward Guy ist der Konstrukteur der einzigen britischen Sprossenradmaschine. Seine beiden Patente dazu befassen sich mit der Einstellsperrung bei Beginn der Kurbeldrehung und der Zehnerübertragung im Resultatwerk. Anlass für diese Konstruktion war das Ende der Handelsbeziehungen mit Deutschland zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Die Britannic wird daher manchmal als Nachbau der Brunsviga bezeichnet, die bis dahin in Großbritannien vertrieben wurde. Der Versuch, im Zweiten Weltkrieg aus der Britannic eine Doppelmaschine zu bauen, gelang nicht; stattdessen wurde mit Erfolg die amerikanische Marchant dazu verwendet. Modell 2BT ist die am höchsten ausgebaute Version der Britannic: Mit 12-stelligem Einstellwerk, Einstellkontrollwerk, Zehnerübertragung im Umdrehungszählwerk und Rückübertragung. Es war daher auch für den Gebrauch im wissenschaftlich-technischen Bereich geeignet.
Inventarnummer:
FDM5131

Jahr der Erfindung:
1915

Hersteller:
Guy's Calculating Machines Ltd.

Baujahr:
ca. 1950

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
Sprossenrad

Kapazität:
12 (EW) x 10 (UZW) x 18 (RW)

Maße (H x B x T):
16 x 38 x 18 cm

Gewicht:
8,3 kg

Produktionszeit:
1915 - 1950

Seriennummer:
T 13049


Literatur:
  • Comrie, Leslie John: „The application of commercial calculating machines to scientific computing". In: Mathematical tables and other aids to computation, 1946, 16/2, p. 149-159
  • Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 350
  • White, Anthony F.J.: „History of calculating devices", in: Journal of the Society of Engineers, 1969, 60, p. 87-107

Patente:
  • GB 123241 [1918]
  • GB 156311 [1919]
  • US 1534834 [1924]
Dieses Objekt befindet sich aktuell nicht in der Ausstellung.

 

Sprossenrad nach F. Guy, © GB 156311
Britannic 2BT, 1950, FDM5131, © Arithmeum