Olivetti Audit 930

Elektrische Schreibmaschine mit Streifenlocher

1959

Die Audit 930 gehört zu den Lochstreifengeräten der Olivetti-Serie Telebanda, die Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre als Zusatzgeräte entwickelt wurden, um unabhängig von einem Großcomputer einen externen Datenträger erzeugen zu können. Von dem Lochstreifen konnten die Daten, evtl. nach maschineller Umwandlung, in einen Computer eingelesen werden. Die Lochstreifenstanzeinrichtung ist bei allen Olivetti-Modellen in die Maschine eingebaut. Die Sicherheit der Streifenstanzung wird durch die rein mechanische Verbindung der Stanzeinrichtung mit dem Schreibwerk gewährleistet. Die Streifenstanzung ist durch die Verwendung von acht unterschiedlichen Satzzeichen und vier verschiedenen Spaltentrennzeichen (Wortmarken) sehr variabel. Alle Service-Zeichen werden automatisch über die Steuerschiene gelocht, das Setzen ist somit der Willkür der Bedienungskraft entzogen. Die Wortlänge ist echt variabel, Korrekturen können in einfachster Weise über eine Korrekturtaste durchgeführt werden. Automatische Sperren sichern das richtige Einlegen der Lochstreifen und die Streifenzufuhr. Die Lochstreifen können sowohl über das Umwandlungsgerät Olivetti CBS-120 mit doppelter Geschwindigkeit in Bull/IBM- und Remington-Rand-Lochkarten umgewandelt werden als auch in die Computer von Bull/IBM/­Remington-Rand, Electrologica und ZUSE direkt eingelesen werden. Die Maschine wurde von 1959 bis 1965 gebaut, sie kostete 1965 DM 6900. Das Nachfolgermodell hat die Bezeichnung Audit 1930.
Inventarnummer:
FDM6031

Jahr der Erfindung:
1959

Hersteller:
Olivetti & C. SpA

Baujahr:
1959

Hauptgattung:
Lochkartentechnik

Maße (H x B x T):
35 x 61 x 68 cm

Gewicht:
44,9 kg

Produktionszeit:
1959 - 1965

Seriennummer:
603 046 G


Literatur:
  • Büromaschinen-Lexikon, jährlich ab 1961, Göller-Verlag, Baden-Baden, [1963/64], p. 178; [1965/66], p. 200
  • Torchio, Carlo: „Il Calcolo Meccanico della Olivetti", 2017
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