Madas VIIe TS "Semis"

Halbautomatische Vierspezies-Staffelwalzenmaschine

1925

Im Jahre 1925 erschien die halbautomatische Staffelwalzenmaschine Madas Semis, deren Grundmodell von Erwin Jahnz konstruiert war. Die Division konnte schon in den früheren Modellen selbständig ablaufen, das war gewissermaßen das technische Kennzeichen aller Madas-Rechenmaschinen. Die Multiplikation kann in dieser Variante mit Hilfe der links liegenden Wahltastatur bearbeitet werden: Nach der Eingabe des Multiplikanden in die Volltastatur und dem Verschieben des Schlittens nach rechts gibt man den Multiplikator, bei der höchsten Stelle beginnend, ziffernweise in die links angeordnete Zehnertastatur ein. Nach jeder einzelnen Ziffer wird die Teilmultiplikation ausgeführt und der Schlitten selbständig um eine Stelle nach rechts verlagert. Der Vollautomat von Madas, Modell VIIeTA, erschien zwei Jahre später im Handel; er konnte auch die Multiplikation nach Eingabe zweier Zahlen automatisch abrechnen. Die Halbautomaten gab es in drei Größen, die auch in den Modellbezeichnungen kenntlich gemacht wurden; Modell VIIeTS ist das kleinste mit der Kapazität 9 x 7 x 12. Die Seriennummer 11487 deutet auf das Herstellungsjahr 1925 hin.
Inventarnummer:
FDM6152

Jahr der Erfindung:
1925

Hersteller:
Hans W. Egli

Baujahr:
1925

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
Staffelwalze

Kapazität:
9 (EW) x 7 (UZW) x 12 (RW)

Maße (H x B x T):
23 x 52 x 29 cm

Gewicht:
20,0 kg

Produktionszeit:
1925 - 1935

Seriennummer:
11487


Literatur:
  • Lewin, Daniel: „Entwicklungsgeschichte der Rechenmaschinen der Firma H.W. Egli bis 1931“, in: Typenkorb 48, 1992, p. 15-20 und 49, 1992, p. 6-12
  • Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 428
  • Reese, Martin: „55 erfolgreiche Jahre: MADAS-Rechenautomaten aus der Schweiz 1913–1968", Historische Bürowelt, Juni 2010, p. 15-22

Patente:
  • DE 264428 [1912] (Erwin Jahnz: Vorrichtung an Thomasschen Rechenmaschinen zum Abkuppeln der Zählscheiben von ihrem Antriebswerk)
  • DE 271308 [1912]
  • DE 277829 [1912] (Erwin Jahnz: Rechenmaschine mit selbsttätiger Stellenverschiebung bei Division)
  • DE 299392 [1914]
  • DE 524939 [1927]
  • DE 543499 [1927]
  • US 1081310 [1913]
Dieses Objekt befindet sich aktuell in der Ausstellung im 1. Untergeschoss.

 

Multiplikatorwerk mit Tasteneinstellung, © DE 524939
Madas VIIe TS "Semis", 1925, FDM6152, © Arithmeum
Madas VIIe TS "Semis", 1925, FDM6152, © Arithmeum