Astra D

Addiersegmentmaschine mit zwei Saldierwerken

1927

Der Hamburger John E. Greve konstruierte eine Maschine mit Zehnertastatur, die er ab 1922 in der eigenen Firma Astra herstellte. Sie entstand nach dem Ersten Weltkrieg als Konkurrenzprodukt zu den inzwischen weit verbreiteten, amerikanischen Marken wie beispielsweise Dalton oder Burroughs entstanden. Die voluminösen und schweren Maschinen waren äußerst solide gebaut und extrem zuverlässig. In den folgenden Jahren wurden sie in vielfältiger Weise zu Buchungs- und Fakturiermaschinen ausgebaut. Sie bildeten die technische Basis komplizierter Rechenautomaten für Spezialzwecke, die bis in die 1960er Jahre gebaut und benutzt wurden.

Das erste Modell A der Astra war eine Addiermaschine, die noch keine Umschaltung zur Subtraktion hatte. Deshalb wurde auch bereits ab 1923 das Modell B mit Umstellhebel für die Subtraktion ausgeliefert. Zwei weitere Modelle entstanden in den folgenden Jahren: 1925 Modell C mit sichtbarem Rechenwerk und verschiedenen Tabelliereinrichtungen und 1926 Modell D mit zwei sichtbaren Rechenwerken. Sie verfügt über einen 36 cm breiten Papierwagen und kann mit einem Elektromotor betrieben werden. Alle Maschinen konnten ab 1924 mit einem Elektromotor ausgestattet werden.

Die hier vorgestellte Maschine Modell D hat die beiden sichtbaren Resultatwerke, die durch den Hebel links angewählt werden können. Die Maschine kann auf einen Motorzusatz gestellt werden und dann mit der Taste rechts vorne in Gang gesetzt werden. Der Papierwagen erlaubt eine tabellarische Auflistung der Daten.
Inventarnummer:
FDM7312

Jahr der Erfindung:
1926

Hersteller:
Astrawerke AG Chemnitz

Baujahr:
1927

Hauptgattung:
Ein- bis Dreispeziesmaschine

Untergattungen:
Addiersegment

Kapazität:
10 (EW) x 10 (RW)

Maße (H x B x T):
32 x 40 x 50 cm

Gewicht:
18,2 kg

Produktionszeit:
1926 - 1939

Seriennummer:
5270


Literatur:
  • Jornitz: „John E. Greve 1880-1967”, in: Historische Bürowelt 55, 1999, p. 13-19
  • Schranz, Adolf G.: Addiermaschinen - einst und jetzt. Aachen 1953, p. 89-92

Patente:
  • DE 378078 [1921] (John Greve: Umschaltbares Zählwerk für Rechenmaschinen)
  • DE 447166 [1924]

Weitere Exemplare in der Sammlung (1):
  • FDM6528 (1928, SNr.: 7014)
Dieses Objekt befindet sich aktuell nicht in der Ausstellung.

 

Querschnitt mit Lage der beiden Saldierwerke, © DRP 447166
Astra D, 1927, FDM7312, © Arithmeum
Astra D, 1927, FDM7312, © Arithmeum