Facit T

Zehntastenmaschine mit geteilten Sprossenrädern

1934

Ab 1932 kommt die Zehntastenmaschine nach den Patenten von Karl Viktor Rudin in den Handel. Sie ermöglicht zum ersten Mal bei einer Vierspeziesmaschine die Eingabe von Zahlen über eine Zehnertastatur. Die Maschine hat eine spezielle Gestaltung der Sprossenräder: das geteilte Sprossenrad. Dabei wird neben den Sprossen 1 bis 4 noch ein Fünfersegment benutzt (DE 535576). Die Eingabe der Zahlen erfolgt von links (höchster Stellenwert) nach rechts (niedrigster Stellenwert), dabei rückt das Einstellwerk - die Sprossenradwalze - stellenweise nach links. Dadurch ist kein vermittelnder Stiftschlitten nötig. Kennzeichen von Modell T (gegenüber dem späteren Modell TK): Zur Division müssen nach dem Eintasten des Dividenden weitere Nullen eingegeben werden, damit die volle Kapazität des Quotienten ausgenutzt werden kann. Die gesamte Mechanik ist staubgeschützt in einem vollständig geschlossenen Gehäuse untergebracht. Es wurden von 1932 bis 1939 ca. 10 000 Exemplare gebaut. Das Nachfolgemodell ist die Facit TK ab 1936 (z.B. FDM 7083).
Inventarnummer:
FDM7306

Jahr der Erfindung:
1932

Hersteller:
AB Atvidabergs Industrier

Baujahr:
1934

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
geteiltes Sprossenrad, Sprossenrad

Kapazität:
9 (EW) x 8 (UZW) x 13 (RW)

Maße (H x B x T):
17 x 33 x 23 cm

Gewicht:
7,8 kg

Produktionszeit:
1932 - 1939

Seriennummer:
18194


Literatur:
  • Die Büro-Industrie : DBI ; Fachblatt für Fabrikation und Handel aller Büromaschinen und Bürobedarsartikel ; unabhängiges Organ mit Mitteilungen der Fachverbände von Industrie und Handel, Deutscher Fachverband der Büro-Industrie, Berlin: 1.1913/14 - 31.1943,1/2 (Forts.: Das Büro), 20 [1932], p. 292
  • Facit-Katalog: Facit Kalkylmaskiner. Stockholm 1962
  • Schmid, Harald: http://www.rechenautomat.de, http://www.rechenautomat.de/Facit/index.php
  • Schmid, Harald: „Die 10-Tasten-Universalrechenmaschinen von Facit“, in: Schmidt, W. H./Girbardt, W. (Hrsg.): 12. Internationales Treffen der Rechenschiebersammler und 3. Symposium zur Entwicklung der Rechentechnik, 28.9.-1.10.2006. Greifswald 2006, p. 13-32
  • Werkmeister, Paul W.: „Eine neue Zehntasten-Rechenmaschine ´Facit´“, in: Zeitschrift für Instrumentenkunde 1933, p. 177-179

Patente:
  • DE 535576 [1930/1931]
  • DE 575837 [1931]
  • US 1927771 [1931]
  • US 2108596 [1930]

Weitere Exemplare in der Sammlung (1):
  • FDM8829 (1934, SNr.: 18868)
Ein weiteres Exemplar dieser Maschine befindet sich in der Ausstellung: FDM8829 (Erdgeschoss).

 

Einstellmechanismus mit geteilten Sprossenrädern, © DE 535576
Facit T, 1934, FDM7306, © Arithmeum