Thales CR
Sprossenradmaschine mit Rückübertragung
1938
Das Thaleswerk, Rechenmaschinen-Spezialfabrik GmbH in Rastatt, stellte seit 1911 Rechenmaschinen nach dem Sprossenradprinzip her. Zunächst waren es vier Modelle, die mit den Buchstaben A, B, C, D bezeichnet wurden und sich durch Stellenzahl und Zehnerübertragung im Umdrehungszählwerk unterschieden. Diese Bezeichnungsweise wurde bis zum Ende der Produktion um 1965 beibehalten, und durch weitere angehängte Buchstaben machte man einzelne technische Zusätze deutlich. Modell C hat Zehnerübertragung auch im Umdrehungszählwerk. Der angehängte Buchstabe R steht für die zusätzlich angebrachte Einrichtung der Rückübertragung, mit der man Werte aus dem Resultatwerk direkt in das Einstellwerk transferieren kann. Multiplikationen mit mehr als zwei Faktoren sind dadurch problemlos möglich. Die Maschine hat eine Schrittschaltung für den Schlitten und eine Kurzlöschung (180°-Drehung) der Schlittenwerke mit Flügelhebel. Die Seriennummer weist auf das Herstellungsjahr 1935 hin.
- Inventarnummer:
- FDM6328
- Jahr der Erfindung:
- 1935
- Hersteller:
- Thaleswerk, Rechenmaschinen-Spezialwerk GmbH
- Baujahr:
- 1938
- Hauptgattung:
- Vierspeziesmaschine
- Untergattungen:
- Staffelwalze
- Kapazität:
- 10 (EW) x 8 (UZW) x 13 (RW)
- Maße (H x B x T):
- 12 x 33 x 15 cm
- Gewicht:
- 6,8 kg
- Seriennummer:
- CR 43913
- Literatur:
- Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 271f, 455 f
- Reese, Martin: „Emil Schubert: Firmengründer und Konstrukteur der 'Thales'- und 'Schubert'-Sprossenradmaschine”, in: Historische Bürowelt/Schreibmaschinen- und Bürozeitung 56/10, p. 13-22, 57/11, p. 9-16, 58/12, p. 10-15
- Reese, Martin: Neue Blicke auf alte Maschinen. Zur Geschichte mechanischer Rechenmaschinen. Hamburg 2002, p. 69f
- Patente:
- DE 296532 [1926] (Emil Schubert: Selbsttätige Umschaltvorrichtung für das Umdrehungszählwerk von Rechenmaschinen)
- DE 467757 [1927]
- DE 580307 [1931]






