Feliks Stchetmash

Sprossenradmaschine

ca. 1950

Die russische Vierspezies-Sprossenradmaschine mit der Bezeichnung Feliks wurde ab ca. 1925 bis ca. 1970 hergestellt. Die Maschine baut technisch auf der Odhner-Sprossenradmaschine auf, die Odhner bis 1918 in St. Petersburg hergestellt hatte, bevor er aufgrund der russischen Revolution nach Schweden floh. Es heißt, die Neuaufnahme der Produktion im Jahre 1924 wurde vom späteren Chef des KGB Felix Edmundowitsch Dzerzhinsky veranlasst, um jungen Menschen, die durch die Revolution entwurzelt worden waren, eine Arbeitsstelle zu verschaffen. Auf ähnliche Weise hat Dzerzhinsky den Nachbau einer Leica-Kamera betrieben (Fotokamera-Fabrik FED). Beim Bau der Maschinen knüpfte man an die Vorarbeiten an, die bei Odhner zur Verkleinerung der Maschinen geleistet worden waren. Die Qualität der Maschinen entsprach jedoch nicht den westeuropäischen Fabrikaten. Die Sprossenräder der Feliks-Maschinen z.B. sind nicht aus Messing, Stahl oder Aluminium, sondern im preiswerteren Zinkguß-Verfahren hergestellt und dadurch sehr viel weniger haltbar (Zinkfraß). Die Feliks wurde bis in die 1960er Jahre nahezu unverändert gebaut, selbst die schon um 1930 bei den meisten Fabrikaten ersetzte Flügellöschung wurde bis zum Ende der Produktion beibehalten. Das Umdrehungszählwerk hat keine Zehnerübertragung. Die Maschinen wurden bis 1941 in Moskau hergestellt, dann ab ca. 1948 in Kursk, Pensa, Tobolsk und evtl. anderen Orten.
Inventarnummer:
FDM7103

Hersteller:
Stchetmasch Kursk

Baujahr:
ca. 1950

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
Sprossenrad

Kapazität:
9 (EW) x 8 (UZW) x 13 (RW)

Maße (H x B x T):
15 x 31 x 18 cm

Gewicht:
5,7 kg

Produktionszeit:
1948 - 1960

Seriennummer:
18148


Literatur:
  • http://www.leningrad.su/museum/main.php, http://www.leningrad.su/museum/main.php

Weitere Exemplare in der Sammlung (4):
  • FDM4407 (ca. 1960, SNr.: Y 37792)
  • FDM6489 (ca. 1950, SNr.: H 126650)
  • FDM6797 (ca. 1950, SNr.: H 67110)
  • FDM9219 (ca. 1950, SNr.: H 123526)
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