Bouchet

Einzelreihenaddiermaschine

ca. 1885

Die Maschine diente dazu, die in Kontobüchern aufgelisteten Beträge spaltenweise zu summieren (Kolonnenaddition), d.h. zunächst alle untereinander stehenden Einer - man erhält die letzte Stelle der Summe und einen mehrstelligen Übertrag, der für die nächste Stelle relevant ist - dann die Zehner usw. . Das erste Patent der Maschine Michael Bouchets stammt aus dem Jahr 1883. Die Maschine wurde in einer Version produziert, die mehr dem Patent von 1885 entspricht. Mit den zehn Tasten wird ein dreistelliges Summierwerk bedient, in dem die eingegebenen Ziffernwerte addiert werden. Der notwendige Zehnerübertrag wird in einer Form bewältigt, die dem Prinzip des Kilometerzählers nahesteht. Eine Löscheinrichtung ergänzt den Mechanismus. Die Maschine wurde über mehrere Jahre hinweg produziert, konnte aber keine größere Verbreitung erlangen, da sie für die in Frage kommenden Interessenten doch zu beschränkt war: Die berufsmäßigen Buchhalter waren durchaus in der Lage drei oder vierstellige Zahlen rasch im Kopf zu addieren.
Inventarnummer:
FDM6401

Erfinder:
Michael Bouchet

Jahr der Erfindung:
1883

Baujahr:
ca. 1885

Hauptgattung:
Ein- bis Dreispeziesmaschine

Kapazität:
1 (EW) x 0 (UZW) x 3 (RW)

Maße (H x B x T):
6 x 14 x 9 cm

Gewicht:
900 Gramm

Seriennummer:
944


Literatur:
  • Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 91-92
  • Turck, J. A. V. [1921]: Origin of Modern Calculating Machines. A Chronicle of the Evolution of the Principles that form the Generic Make-up of the Modern Calculating Machine. Chicago 1921, p. 41-43

Patente:
Dieses Objekt befindet sich aktuell nicht in der Ausstellung.

 

Bouchet, 1885, FDM6401, © Arithmeum
Darstellung der Mechanik, © US 314561