Marchant Standard A

Vierspezies-Sprossenradmaschine

1916

Die amerikanische Sprossenradmaschine ist nach dem "Odhner-Prinzip" konstruiert und wurde ab 1911 von der Marchant Calculating Machine Company, Oakland, Kalifornien, USA, hergestellt. Sie hat eine verblüffende Ähnlichkeit zur französischen Dactyle. Es wird die Vermutung geäußert, die Brüder Rodney und Alfred Marchant hätten zunächst Maschinen aus Frankreich importiert, sie mit den Schlitten-Transporttasten versehen (US 1172817) und unter dem eigenen Namen vertrieben, bevor eine eigene Produktion der Sprossenradmaschine in Gang kam. Das Modell Standard wurde in zwei Ausführungen gebaut: A mit der Kapazität 9 x 8 x 13 und B mit der Kapazität 9 x 10 x 18. Ab 1916 kam das Modell Pony in den Handel, das kleinere Ausmaße hatte und nur etwa halb so schwer war wie Modell Standard. Die Produktion der Sprossenradmodelle wurde 1922 zugunsten der Stellsegmentmaschine, z.B. Modell KC, eingestellt.
Inventarnummer:
FDM9041

Jahr der Erfindung:
1911

Hersteller:
Marchant

Baujahr:
1916

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
Sprossenrad

Kapazität:
9 (EW) x 8 (UZW) x 13 (RW)

Maße (H x B x T):
13 x 38 x 22 cm

Gewicht:
8,7 kg

Produktionszeit:
1911 - 1922

Seriennummer:
5438


Literatur:
  • Lange, Werner: „Marchant Rechenmaschinen: Außenseiter 50 Jahre lang“, in: Büromaschinen-Technik 153, 1971, p. 78-82 und 154, p. 112-117
  • Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 261-265
  • McCarthy, James H.: The American digest of business machines. Chicago 1924, p. 549
  • Reese, Martin: Neue Blicke auf alte Maschinen. Zur Geschichte mechanischer Rechenmaschinen. Hamburg 2002, p. 118-124

Patente:
  • US 1172817 [1914]
  • US 1454275 [1920]
  • US 994414 [1911]
Dieses Objekt befindet sich aktuell nicht in der Ausstellung.

 

Aufsicht mit Schlittentasten, © US 1172817
Marchant Standard A, 1916, FDM9041, © Arithmeum