Mercedes Euklid 15

Vierspezies-Proportionalhebelmaschine

1929

Das Modell 15 ist eine verbesserte Ausgabe des Modells 9, das zusammen mit dem Tastenmodell 16 den Übergang von der Serie I (Modelle 1 bis 16) zur Serie II (Modelle 18 bis 20) bildet. Die Konstrukteure bei Mercedes hatten Mitte der 1920er Jahre das Ziel, alle vorbereitenden Handgriffe für eine Rechenart mechanisch zusammenzufassen und auf die Bedienung einer einzigen Taste zu beschränken. Die Modelle 15 und 16 enthalten als ersten Schritt zu diesem Ziel die Divisionstaste D. Die Handkurbel ragt schräg aus dem Gehäuse heraus, um eine anatomisch günstigere Griffposition zu ermöglichen. Alle anderen technischen Details finden sich auch beim Modell 9, insbesondere die automatisch ablaufende Division, bei der nach der Eingabe von Dividend und Divisor und dem Druck auf Taste D nur die Handkurbel gedreht werden muss. Bei dieser Rechenoperation arbeitet die Maschine abwechselnd subtraktiv und additiv, wobei ein Zehnerübertrag auf der letzten (höchsten) Stelle die Umschaltung auslöst. Das Modell 15 hat die Standardkapazität 9 x 8 x 16 mit Einstellmöglichkeit im Resultatwerk durch Drehknöpfe. Es wurde von 1927 bis 1934 gebaut und dann von der Handmaschine der Serie III (Modell 29) abgelöst. Das ausgestellte Exemplar mit der Nummer 16831 wurde 1929 gebaut.
Inventarnummer:
FDM6134

Erfinder:
Christel Hamann

Jahr der Erfindung:
1927

Hersteller:
Mercedes Bureau-Maschinengesellschaft m.b.H.

Baujahr:
1929

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
Proportional- / Verhältnishebel

Kapazität:
9 (EW) x 8 (UZW) x 16 (RW)

Maße (H x B x T):
14 x 38 x 20 cm

Gewicht:
12,9 kg

Produktionszeit:
1927 - 1934

Seriennummer:
16831


Literatur:
  • Anthes, Erhard: „Die Mercedes Euklid 1910 bis 1970“, in: Leertaste 22/23, 1987, p. 21-27
  • Jacobs, Dieter; Tumma, Manfred: Von Mercedes zu Robotron. Zella-Mehlis / Meiningen, 2006
  • Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 433
  • Petzold, Hartmut: Rechnende Maschinen. Eine historische Untersuchung ihrer Herstellung und Anwendung vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik. Düsseldorf 1985, p. 131-133
  • Schmitt, Julius: Mercedes Büromaschinenwerke Aktiengesellschaft Zella-Mehlis, Thüringen. Leipzig 1937
  • Sust, O.: „Die Hamann´sche Rechenmaschine ´Mercedes-Euklid´“, in: Zeitschrift für Instrumentenkunde 8, 1910, p. 233-245

Patente:
  • DE 209817 [1906] (Mercedes Bureau-Maschine-Gesellschaft: Rechenmaschine)
  • DE 233003 [1908] (Mercedes Bureaumaschinen-Gesellschaft: Rechenmaschine zur Ausführung selbsttätiger Division)
  • DE 403468 [1923] (Mercedes: Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung)
  • DE 434146 [1925]
  • US 1011617 [1910]
  • US 1799037 [1924]
Dieses Objekt befindet sich aktuell nicht in der Ausstellung.

 

Zehnerübertragung einer Proportionalhebelmaschine, © Werkzeichnung
Mercedes Euklid 15, 1929, FDM6134, © Arithmeum