Mercedes Euklid 37 SM [MS]

Proportionalhebelmaschine mit Speicherwerk

1941

Die Modellserie III der Euklid wurde ab 1929 bei Mercedes entwickelt, die mit dem Modell 21 ab 1931 in den Handel kam. Verantwortlicher Konstrukteur war August Friedrich Pott. Modell 37 SM wurde ab 1935 gebaut, ab 1938 mit dem zusätzlichen Anzeigewerk für den Speicherinhalt. Die Maschine ist ein Vollautomat (d.h. automatische Multiplikation und Division), der weitere Funktionen ausführen kann. Für die Ausführung der Multiplikation wird der Multiplikator (im Modell 37 bis zu sechs Stellen) in das nicht sichtbare Multiplikatorwerk gebracht, das nach Einbringung des Multiplikanden abgearbeitet wird, wobei der Schlittenvorschub selbsttätig erfolgt. Das Speicherwerk wird durch die Tasten S und SL bedient, wobei auf Druck der Taste S der im RW befindliche Wert in das Speicherwerk übernommen wird. Falls im Speicherwerk ein Wert bereits vorhanden ist, wird dieser zum Inhalt des RW addiert und die Summe in das Speicherwerk übernommen. Mit der Taste SL wird das Speicherwerk gelöscht, wobei der Wert in das RW übertragen wird. Anschließend kann damit weitergerechnet oder durch Druck auf die Löschtaste II das RW auch auf Null gesetzt werden. Die Speichertasten können nur bei der Grundstellung des Schlittens betätigt werden. Mit Hilfe der M-Taste kann eine Multiplikation mit mehr als zwei Faktoren durchgeführt werden. Die vollautomatischen Speicherwerkmodelle (37 SM und 38 SM) kamen 1935 auf den Markt und wurden nahezu ungeändert bis 1957 (zuletzt mit dem Zusatzbuchstaben R) gebaut. Das Nachfolgemodell hatte dann die Bezeichnung R 43 SM.
Inventarnummer:
FDM7232

Jahr der Erfindung:
1938

Hersteller:
Mercedes Bureau-Maschinengesellschaft m.b.H.

Baujahr:
1941

Hauptgattung:
Vierspeziesmaschine

Untergattungen:
Proportional- / Verhältnishebel

Kapazität:
12 (EW) x 6 (UZW) x 12 (RW) / (UZW 2) x 12 (RW 2)

Maße (H x B x T):
19 x 34 x 39 cm

Gewicht:
17,3 kg

Produktionszeit:
1938 - 1953

Seriennummer:
50565


Literatur:
  • Anthes, Erhard: „Die Mercedes Euklid 1910 bis 1970“, in: Leertaste 22/23, 1987, p. 21-27
  • Hennemann, A.: Die technische Entwicklung der Rechenmaschine. Aachen 1953 oder 1954, p. 86-106
  • Jacobs, Dieter; Tumma, Manfred: Von Mercedes zu Robotron. Zella-Mehlis / Meiningen, 2006
  • Lind, Wilhelm: Büromaschinen. Teil 1. Füssen 1954 (2. Auflage), p. 68-76
  • Euklid Branchenlehrbuch, Museum in der Beschussanstalt, Zella-Mehlis 2010 (Kopie der Originalausgabe von 1938)
  • Schmid, Harald: Speichervorrichtungen bei mechanischen Vierspezies-Rechenmaschinen, in: http://www.rechnerlexikon.de/artikel (Zugriff: 30.3.2007)
  • Werkmeister, Paul W.: „Die Mercedes-Euklid-Rechenmaschine in neuer Bauart“, in: Zeitschrift für Instrumentenkunde 54, 1934, p. 94-95
  • Werkmeister, Paul W.: „Eine neue Baurart der Rechenmaschine Mercedes-Euklid“, in: Zeitschrift für Instrumentenkunde 63, 1943, p. 359-361
  • Willers, Friedrich Adolf: Mathematische Maschinen und Instrumente. Berlin 1951, p. 43-49

Patente:
  • DD 3872 [1937]
  • DD 5552 [1938]
  • DE 691446 [1937]
  • DE 697151 [1932]
  • DE 720359 [1937]
  • DE 723890 [1938]
  • GB 438516 [1934]

Weitere Exemplare in der Sammlung (1):
  • FDM6852 (ca. 1948, SNr.: 68669)
Dieses Objekt befindet sich aktuell nicht in der Ausstellung.

 

Speicherwerk und Resultatwerk, © DE 697151
Mercedes Euklid 37 SM [MS], 1941, FDM7232, © Arithmeum
Mercedes Euklid 37 SM [MS], 1941, FDM7232, © Arithmeum