Rechenmaschine der Woche

Die Rubrik "Rechenmaschine der Woche" stellt in regelmäßiger Folge die Geschichte und Funktion einer ausgewählten Rechenmaschine aus der Sammlung des Arithmeums im Detail vor. Meist wird es sich hierbei um Videos mit einer 3D-Animation der Rechenmaschine handeln, die von den Mitarbeitern des Arithmeums oder auch von Studierenden erstellt wurden. Diese teils im Rahmen einer Bachelorarbeit liebevoll erstellten Animationen zeigen die Benutzung und Funktion der Rechenmaschine bis in kleinste Detail. Zum Teil sind auch schon erste Fingerübungen der Studierenden im Rahmen der Vorlesung zur Geschichte des maschinellen Rechnens so gut gelungen, dass auch diese Videos hier mit vorgestellt werden. So kann es, auch wenn wir grundsätzlich auf ein einheitliches Erscheinungsbild und ähnliche Qualität in der Ausführung dieser Videos achten, hin und wieder kleine Abweichungen davon geben, die aber unser Vergnügen, in die wundersame Welt des mechanischen Rechnens einzutauchen, nicht schmälern sollten.

Die Einzelreihentastenaddiermaschine von Ferdinand Hebentanz aus dem Jahr 1873

Ferdinand Hebentanz patentierte am 23. April 1873 in Budapest eine Rechenmaschine, die er selbst als "Tastatur-Addir-Maschine mit Triebwerk" bezeichnete. In dieser originellen Konstruktion wird eine aufziehbare Feder, wie man sie aus Uhren kennt, als Antrieb verwendet. Beim Herunterdrücken einer Taste wird die Federkraft freigegeben und kann auf die Wellen des Ergebniswerks einwirken - je nach eingegebener Ziffer länger oder kürzer. Das Bedienen der Tastatur ist sehr angenehm und leichtgängig. Mit einem Federaufzug kann überraschend lange gerechnet werden, sodass dieser zusätzliche Aufwand im Vergleich zur Benutzung anderer Einzelreihentastenaddiermaschinen nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Es handelt sich bei der Addiermaschine von Hebentanz um eine sehr schöne Erfindung, von der im Arithmeum auch ein Original vorhanden ist.

In ihrer Projektgruppenarbeit im Rahmen der Vorlesungsreihe zur Geschichte des maschinellen Rechnens bei Professor Dr. Ina Prinz haben die Informatikstudenten Lena Klöckner und Felix Nöhre eine sehr detaillierte Animation dieser Rechenmaschine angefertigt. Dieses kurze Animationsvideo gibt einen schönen Einblick in die Ideen von Ferdinand Hebentanz. Viel Vergnügen!