Rechenmaschine der Woche

Die Rubrik "Rechenmaschine der Woche" stellt in regelmäßiger Folge die Geschichte und Funktion einer ausgewählten Rechenmaschine aus der Sammlung des Arithmeums im Detail vor. Meist wird es sich hierbei um Videos mit einer 3D-Animation der Rechenmaschine handeln, die von den Mitarbeitern des Arithmeums oder auch von Studierenden erstellt wurden. Diese teils im Rahmen einer Bachelorarbeit liebevoll erstellten Animationen zeigen die Benutzung und Funktion der Rechenmaschine bis in kleinste Detail. Zum Teil sind auch schon erste Fingerübungen der Studierenden im Rahmen der Vorlesung zur Geschichte des maschinellen Rechnens so gut gelungen, dass auch diese Videos hier mit vorgestellt werden. So kann es, auch wenn wir grundsätzlich auf ein einheitliches Erscheinungsbild und ähnliche Qualität in der Ausführung dieser Videos achten, hin und wieder kleine Abweichungen davon geben, die aber unser Vergnügen, in die wundersame Welt des mechanischen Rechnens einzutauchen, nicht schmälern sollten.

Die Rechenmaschine Hamann Manus

Die nach dem Rechenmaschinenerfinder Christel Hamann benannte Vierspeziesmaschine „Hamann Manus“ wurde 1925 von der Firma DeTeWe auf den Markt gebracht. Es handelt sich um eine Rechenmaschine mit Schaltklinkenmechanismus, den Hamann erstmals erfolgreich in Rechenmaschinen zur Serienproduktion verwendet hat. Die zuvor von Dietzschold und Weiss entwickelten Schaltklinken zur mechanischen Zahlenspeicherung sind über das Stadium eines Prototypen nie hinausgekommen. Dennoch war die Grundidee ähnlich, eine Rechenmaschine zu entwickeln, die mit einfachen Bauteilen auskommt und mit möglichst wenig Verschleiß rechnet. In der 3D-Animation der Hamann Manus, die die Informatikstudentin Xenia Ewert im Rahmen ihrer Bachelorarbeit zur Geschichte des maschinellen Rechnens bei Professor Dr. Ina Prinz erstellt hat, lässt sich die Besonderheit dieses genialen Mechanismus sehr gut nachvollziehen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Erkundung dieser kleinen Rechenmaschine.