Olympia RA 20

Vierspezies-Pendelradmaschine mit Doppelrückübertragung

1965

Anfang der 1950er Jahre entstand in Oberndorf/Neckar ein Entwicklungszentrum für Rechenmaschinen, in dem die bekannten Konstrukteure Karl Westinger und Ernst Altenburger tätig waren. Sie entwarfen unter Beteiligung von Ernst Trümpelmann den Rechenautomaten, der ab 1961 von den Olympia Werken AG in Wilhelmshaven als Modell RA 16 (16-stelliges Resultatwerk) in den Handel gebracht wurde. Ab 1964 wurde auch die RA 20 mit 20-stelligem Resultatwerk verkaufsfertig. Die nichtdruckende Vierspeziesmaschine hat ein völlig neues Schaltgetriebe, das Pendelradsystem (zweifacher Satz miteinander gekoppelter Zahnräder) (Anthes [1985]), das insbesondere für die Rückübertragung von Werten aus dem Resultatwerk bzw. dem Umdrehungszählwerk in das Einstellwerk geeignet ist (Doppelrückübertragung). Damit können sowohl Produkte als auch Quotienten ohne Neueingabe weiterverarbeitet werden. Die vollautomatische Maschine verfügt über ein Einstellkontrollwerk, eine Dividendentabulation, ein Konstantenwerk, Voreinstellung und automatische Quadrierung. Die Eingabe erfolgt über eine Zehnertastatur, eine Errungenschaft, die nur bei den Vierspezies-Rechnern von Hamann eingebaut werden konnte. Die Maschine ist mit ihrer Taktfrequenz von 430 pro Minute ebenso schnell wie eine motorbetriebene Sprossenrad- oder Proportionalhebelmaschine. Die Maschine RA 20 wurde von 1964 bis 1966 gebaut und 1964 für DM 3290 verkauft.
Inventory number:
FDM7281

Year of invention:
1964

Manufacturer:
Olympia Werke AG

Year of manufacture:
1965

Main category:
Vierspeziesmaschine

Subcategories:
Pendelrad

Capacity:
10 (EW) x 11 (UZW) x 20 (RW)

Dimensions (H x B x T):
21 x 40 x 33 cm

Weight:
17,6 kg

Production period:
1964 - 1966

Serial number:
20-03934


Patents:
  • DE 1147060 [1958]
  • DE 1187045 [1957]
  • DE 1187407 [1957]
  • DE 1250162 [1957]
  • US 3116873 [1958]
  • US 3116874 [1959]

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