Herzstark Elektromens (Badenia)

Staffelwalzenmaschine mit Motorantrieb

1928

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg machte Samuel Jacob Herzstark Werbung für motorbetriebene Rechenmaschinen aus seinem Hause: "Sämtliche Modelle auf Wunsch mit elektrischem Antriebe in unerreichter Ausführung." (BBR - Büro-Bedarf Rundschau, 1914) Und dazu bildete er das damalige Modell "Elektromens" ab, eine Austria Modell IV auf einem Tisch mit untergebautem Elektromotor und einer Wahltastatur für die Multiplikation. Zu jener Zeit unternahmen viele Hersteller große Anstrengungen, zuverlässige motorbetriebene Rechenmaschinen zu entwickeln (Anthes 2003). Das vorliegende Exemplar besteht aus einer Badenia (nach 1921) als Grundmaschine, die durch Herzstark-Erfindungen ergänzt wurde: Der Transporteur zur stellenweisen Verschiebung des Schlittens mit dem charakteristischen Kamm zwischen Einstellwerk und Schlitten; dann die Wahltastatur, die in gleicher Form schon 1914 in Austria-Maschinen verwendet wurde. Es ist zu vermuten, dass diese Ergänzungen in Wien durchgeführt wurden. Als Modellname findet man seitlich die Bezeichnung "Elektromens" und den Herstellernamen Herzstark Wien. Bäuerle kam - nach Experimenten um 1908 mit angebautem Motor - erst 1929 mit motorbetriebenen Maschinen, mit Wahltastatur und Gleitschlitten an die Öffentlichkeit; diese Maschinen hatten die dann bis 1964 verwendete Form mit dem angestellten Zählwerksschlitten.
Inventory number:
FDM7012

Year of invention:
1923

Manufacturer:
Rechenmaschinenwerk Austria Herzstark & Co.

Year of manufacture:
1928

Main category:
Vierspeziesmaschine

Subcategories:
Staffelwalze

Capacity:
9 (EW) x 8 (UZW) x 13 (RW)

Dimensions (H x B x T):
22 x 41 x 32 cm

Weight:
15,2 kg

Production period:
1923 - 1930

Serial number:
6484


Patents:
  • AT 45075 [1910]
  • AT 65216 [1913]
  • DE 246763 [1911] (Samuel Herzstark: Zählwerkschalt- und Antriebsvorrichtung an Thomas-Rechenmaschinen)
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