Grant "Grasshopper"
Vierspezies-Zahnstangenmaschine
ca. 1893
Im 19. Jh. wurde George Barnard Grant (1849 – 1917) bekannt durch die Entwicklung einer großen Differenzenmaschine, die er auf der Centennial Exhibition 1876 in Philadelphia ausstellte. Daneben zeigte er die Konstruktion einer kleinen Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten, die i. w. aus zwei parallel gestellten Zylindern bestand (Funktionsweise siehe Rechenmaschinen Video Nr. 30). 1895 reichte er einen Patentantrag ein, in dem er ein weiteres Rechengerät beschrieb, das später als „Grasshopper“ bezeichnete wurde, wohl motiviert durch dessen außergewöhnliches Aussehen. Zuerst ausgestellt wurde diese Maschine 1893 auf der Columbian Exposition in Chicago. Die Maschine hat ein fünfstelliges Einstellwerk, das auf Zahnstangen wirkt, die entsprechend der einzustellenden Zahl nach hinten geschoben werden. Mit der Kurbel vorne rechts wird das Einstellwerk mit den Zahnstangen nach hinten bewegt und dabei mit fünf Stellen des 11-stelligen Resultatwerks (RW) in Eingriff gebracht, wobei der Wert in das RW einläuft. Bei der Rückführung des Einstellwerks und der Zahnstangen erfolgt der Zehnerübertrag im RW. Mittels mehrfachen Kurbeldrehungen und zwischen geschalteten Stellenverlagerungen des RW kann multipliziert werden. Subtraktion und Division können nur mit Hilfe komplementärer Arithmetik durchgeführt werden. Die Maschine hat kein Umdrehungszählwerk. Die Löschung des RW geschieht mit der Kurbel hinten rechts. Die Funktionsweise der Maschine wird im Rechenmaschinen Video Nr. 31 gezeigt. In der Literatur wird erwähnt, dass 125 Exemplare der Grasshoppermaschine verkauft wurden. Mehrere sind im National Museum of American History vorhanden. Das Arithmeum besitzt neben diesem Exemplar auch noch eine Maschine aus der IBM-Sammlung als Dauerleihgabe.
- Inventory number:
- FDM10727
- Year of invention:
- vor 1893
- Manufacturer:
- Grant Gear Works of Boston
- Year of manufacture:
- ca. 1893
- Main category:
- Vierspeziesmaschine
- Capacity:
- 5 (EW) x 11 (RW)
- Dimensions (H x B x T):
- 21 x 26 x 27 cm
- Weight:
- 4,1 kg
- Production period:
- 1893 - 1905
- Literature:
- Martin, Ernst (Pseud.): Die Rechenmaschinen und ihre Entwicklungsgeschichte. Pappenheim 1925, Nachtrag 1936 (Nachdruck: Leopoldshöhe 1985), p. 80-82
- Otnes, Robert: „Calculators by George B. Grant", in: Historische Bürowelt 1987/19, p. 15-20
- Patents:
- US 605288 [1895]







