Omega

Zahlenschieber mit Multiplikationsvorrichtung

1905

Das als „Rechenmaschine“ annoncierte Gerät besteht aus zwei Teilen: 1. Im Körper des Holzgehäuses befindet sich der Additions-/Subtraktionsteil, bei dem die dezimalen Stellenwerte von unten nach oben ansteigen. Die Addition funktioniert wie bei den Zahlenschiebern (z.B. „Addiator“): Die Schiebung wird nach rechts (helle Farbe, Zehnerübertrag in die nächste Stelle per Hand ausgeführt) oder links (dunkle Farbe) durchgeführt, je nach Farbkennzeichnung der Blechschieber. Die Summe wird in den Schaulöchern der rechten Deckplatte abgelesen. 2. Im Deckel des Gehäuses befindet sich eine Multiplizier-/Dividiereinrichtung, die auf dem Prinzip der Napierschen Stäbe beruht. Die Teilprodukte sind abzulesen und in den Additionsteil stellengerecht einzutragen, dabei sind sämtliche Zehnerüberträge im Kopf auszuführen. Zur Division ist ein Merkwerk rechts angebracht, in dem die Ziffern der Teilquotienten festgehalten werden können. Das Gerät ist teilweise aus Metall (Schieber), teilweise aus folierter Pappe (Deckplatten), teilweise aus Holz (Grundrahmen) hergestellt. Gebaut wurde das Modell von ca. 1905 bis ca. 1906 von der Präzisions-Maschinenfabrik Justin Wilhelm Bamberger & Co. in München. Das unter 1. beschriebene Gerät wurde als „Universal“ angeboten; ein Exemplar befindet sich im Arithmeum (FDM 6275 von 1903).
Inventarnummer:
FDM7199

Jahr der Erfindung:
1905

Hersteller:
Bamberger, Justin Wm. & Co

Baujahr:
1905

Hauptgattung:
Einfaches Rechenhilfsmittel

Untergattungen:
Zahlenschieber

Kapazität:
9 (EW) x 9 (RW)

Maße (H x B x T):
5 x 45 x 14 cm

Gewicht:
1,3 kg

Produktionszeit:
1905 - 1906


Literatur:
  • Atzbach, Reinhard: https://rechenwerkzeug.de, rechenwerkzeug.de/kombis.htm
  • www.rechnerlexikon.de, http://www.rechnerlexikon.de/artikel/Bamberger%2C_
  • Weinhart, Karl: Informatik und Automatik. Führer durch die Ausstellung des Deutschen Museums. München 1990, p. 82

Weitere Exemplare in der Sammlung (1):
  • FDM6466 (1905, )
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