Contina (Curta Typ I)

Die hier abgebildete Rechenmaschine ist eines der ersten Exemplare der berühmten Curta Typ I (vgl. Inv.-Nr. FDM 4438) von Curt Herzstark. Sie stammt aus der Vorserie 001 von 1947, noch ohne Maschinen-Nr. und mit der Bezeichnung Contina (die Dose mit der Aufschrift „Curta“ ist jüngeren Datums). Der erste Prototyp dieser zylindrischen Rechenmaschine mit zentraler Komplementärstaffelwalze entstand bereits 1938, die weitere Vervollkommnung fand teilweise unter traurigen Umständen im Konzentrationslager Buchenwald statt, wo Curt Herzstark von 1943 bis 1945 inhaftiert war; er konnte - nach Aufforderung durch die Lagerleitung - während der Gefangenschaft Zeichnungen anfertigen, die er nach Kriegsende zur Anfertigung von drei Prototypen verwendete. 1946 entschloss sich Herzstark, das Angebot aus Liechtenstein anzunehmen, eine Fabrik zur Herstellung seiner zylindrischen Rechenmaschine aufzubauen und deren technische Leitung zu übernehmen. Die Produktion der konkurrenzlos bleibenden Maschine begann 1947 und endete 1970 (Auslieferung: 1949-1972). Die für dieses frühe Exemplar verwendete Bezeichnung Contina ist mit dem Firmennamen des Liechtensteiner Herstellers identisch; man ist erst Ende 1948 auf die von Herzstarks Vornamen abgeleitete Bezeichnung Curta übergegangen. Dieses Exemplar soll, nach Angaben eines Mitarbeiters aus jener Zeit, bei der Firma Contina im Chefzimmer gestanden haben; es galt seither als die Nr. 1 der gesamten Produktion.